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  • 08.07.2008 Draisinenbahn

    "Von zukunftsweisender Bedeutung"

    Draisinenbahn: Mörienbacher Gewerbeverein erwartet durch das Projekt auch Impulse für Handel und Gewerbe

    Mörlenbach.  "Seit Wochen beherrscht die geplante Draisinenbahn die Diskussionen im Weschnitztal und im Überwald. Hier gilt es im wahrsten Sinne des Wortes die Weichen für die Zukunft zu stellen", erklärt der Mörienbacher Gewerbeverein in einer Pressemitteilung, denn "damit habe man in der Gemeindepolitik schon seit über 100 Jahren so seine Probleme, wenn man an die Entscheidungen unserer Großväter in Bezug auf Amtsgericht und weiterführende Schulen denkt. Heute wäre man froh diese Einrichtungen zu besitzen, die andere Weschnitztalgemeinden gerne angenommen haben."
    Die neuere Geschichte zeige, dass der Fortschritt, trotz viel Widerstandes, in Form des Bürgerhauses Einzug gehalten habe. Heute könne man sich in Mörlenbach das über die Region hinaus geschätzte und bekannte Gebäude im Herzen der Gemeinde nicht mehr wegdenken.
    Das Projekt der Draisinenbahn wäre ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für Mörlenbach und die Region von zukunftsweisender Bedeutung. Erstens sei der vordere Odenwald das Naherholungsgebiet Nummer eins für die Metropolregion Rhein-Neckar, in dem tausende Besucher an den Wochenenden Rad fahren, wandern oder ihre kulinarischen Ausflüge unternehmen würden. "Die Draisinenbahn wäre eine echte Attraktion, von der nicht nur das Hotel- und Gaststättengewerbe partizipieren würde, denn laut Statistik entfallen nur etwa 8,4 Prozent der gesamten touristischen Umsätze auf die Unterkünfte. Knapp ein Drittel der Ausgaben werden durch die Verpflegung generiert und 47 Prozent der Umsätze entfallen auf den Einzelhandel", so der Gewerbeverein.
    Laut einer Studie der Wirtschaftsministerien der Länder und des Bundes im Jahr 2006 entfielen im Bundesgebiet auf insgesamt 351,6 Millionen statistisch erfasste Übernachtungen rund 3404 Millionen Tagesreisen der Deutschen zu Zielen im Inland. Bundesweit ergebe sich eine Relation von 9,7 Tagesreisen je statistisch erfasster Übernachtung. Der Vergleichswert für die Metropolregion liege bei 15,0 Tagesreisen. Und Mörlenbach liege in der Metropolregion Rhein-Neckar. "Die primären Umsätze erbringen die Touristen, die nächste Umsatzstufe, die sich daraus entwickelt, bringt vielen Branchen und Unternehmen Aufträge und Verdienst. Das Projekt Draisinenbahn kann somit nicht nur zu einem Magnet für Tagestouristen werden, es kann auch ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor für Mörlenbach und die Region werden", so der Gewerbeverein. Eine ebenso wichtige Seite sei der Erhalt der Bahnlinie in den Überwald. Noch im Besitz der Deutschen Bundesbahn und somit reaktivierbar, würde sie durch die Draisine durchgängig erhalten, einschließlich der historischen Baudenkmälern, den Viadukten. Heute könne noch niemand genau vorhersagen, ob nicht in 10 oder 20 Jahren, vielleicht wegen der steigenden Energiekosten, eine Nutzung der Bahnlinie für den Güterverkehr oder des Personenverkehrs durch den Anschluss an den Rhein-Neckar-Verbund notwendig werde. Sei die Bahnlinie erst einmal entwidmet, wenn die öffentlichrechtliche Zweckbindung beendet werde, sei sie für immer verloren.
    Sicher müssten die Finanzierung sowie die Folgekosten geklärt sein, die Bandbreite der befürwortenden Parteien reiche von mehrheitlich finanziert durch bereitstehende Fördergelder des Landes, Bundes und der EU, bis zur Argumentation nicht finanzierbar von der Gegenseite. "Dieses Projekt ist für Mörlenbach sowie für die Region zu wichtig, als dass man es für Wahlkampfzwecke in Gefahr bringt. Hier sollten zum Wohle unserer Region ausnahmsweise alle kommunalen Entscheidungsträger für diese einmalige Gelegenheit an einem Strang ziehen. Denn wo ein Wille ist, war auch schon immer ein Weg", so der Mörlenbacher Gewerbeverein.

    (Quelle: Odenwälder Zeitung, 03. Juli 2008)